460 – Andrea Ballschuh: TV-Moderatorin und Videocoach. Mentorin für Präsenz und Sichtbarkeit.

Andrea, TV-Moderatorin und Mentorin, zeigt wie Videocoaching zu einem souveränen Videoauftritt verhilft und mehr Reichweite und Präsenz erzeugt.

Aufgewachsen ist Andrea in der ehemaligen DDR fing sie schon mit 11 Jahren beim Fernsehen an zu moderieren. Seit 20 Jahren moderiert sie im ZDF, vor allem die Sendungen «Volle Kanne“, «Drehscheibe» und «hallo Deutschland».
Ihre wahre Berufung hat sie aber im Videocoaching gefunden und begleitet seit 2019 Unternehmer:innen dabei, souverän in Videos aufzutreten, um damit ihre Dienstleistung und ihr Unternehmen bei Social Media und auf der Homepage zu präsentieren.
Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Kirsten Biema unterstützt Andrea Ballschuh (50) auch Führungskräfte und Teams in grösseren Unternehmen dabei, durch ein souveränes Auftreten in der digitalen Kommunikation mehr Kunden zu erreichen und interne Arbeitsabläufe zu vereinfachen.
Andrea lebt mit ihrer 13-jährigen Tochter und ihrem Hund in Mainz.

Internetressourcen und Programme:

LinkedIn, Canva, Kinemaster, inshot, Mixcaption, Notion, Evernote, brainwaves

Buchempfehlungen:

 

Wertvolle Tipps für die Präsentation vor der Kamera:

Bring deine Persönlichkeit ein und benutze Sprechsprache!

Suche dir die Kleidung aus, bei der du dich auch wohlfühlst!

Lass auch deine Hände sprechen und benutze sie!

Kontakt zu Andrea Ballschuh:

LinkedIn, andrea-ballschuh.com

Podcast mit Andrea Ballschuh im Detail

Begrüssung von Christoph Stelzhammer

[00:00:02.630] – Christoph Stelzhammer
Ja, mein heutiger Gast, ist in Mainz zugeschaltet und es ist dies die Andrea Ballschuh. Andrea, ich begrüsse dich ganz, ganz herzlich beim Berufspodcast TopJobs im Wandel.

[00:00:12.410] – Andrea Ballschuh
Ich freue mich total, dass du mich eingeladen hast. Und nicht wundern, wenn man im Hintergrund die Vögel hört. Ich bin ja hier in einem Lehmhaus. Also wirklich ein Haus, gebaut aus Lehm. Hier habe ich mein kleines Studio und das ist ganz in der Nähe vom Wald und da hört man die Vögel ab und zu. Aber ich dachte mir, es tut ja der Seele auch zwischendurch ein bisschen gut und deswegen lassen wir sie einfach zwitschern, wie sie zwitschern wollen, oder?

Wie war die berufliche Entwicklung von Andrea Ballschuh?

[00:00:38.870] – Christoph Stelzhammer
Und wenn man diese professionelle Stimme hört und auch dieses Bild, was wir jetzt haben für diejenigen, die hier das auch vielleicht auf YouTube anschauen, die Andrea ist eine TV und Radio Moderatorin und du bist heute auch Videocoach und Mentorin für Präsenz und Sichtbarkeit.

Ich freue mich sehr, dass wir das Gespräch zusammen führen können, weil wir sprechen einerseits natürlich auch, wie deine berufliche Entwicklung war und auch das, was du heute machst als Videocoach und Mentorin. Jetzt hast du dich schon ganz gut schon ein bisschen selber vorgestellt, aber wollen vielleicht doch mal reingehen. Wie stellst du dich am liebsten Menschen vor, die du noch nicht kennst? Oder wenn man dich vielleicht noch nicht kennt? Wie stellst du dich da gerne vor?

Wie stellt sich Andrea anderen Menschen am liebsten vor?

[00:01:19.820] – Andrea Ballschuh
Ich bin Andrea. Ich bin 50 Jahre alt und komme aus der ehemaligen DDR und stehe seit meinem elften Lebensjahr vor der Kamera. Dort habe ich damals beim Kinderfernsehen der DDR angefangen zu moderieren und seit 26 Jahren mache ich das Ganze hauptberuflich, vor allem im ZDF. Der eine oder andere hat mich schon mal gesehen bei «Volle Kanne» oder «Drehscheibe» oder bei «Hallo Deutschland» und Radio mache ich sogar noch länger, seit ich 21 bin, also seit fast 30 Jahren.

In diesem Jahr werden es 30 Jahre, die ich beim Radio bin. Ich habe aber meine wahre Berufung, die richtige Berufung erst vor drei Jahren gefunden, mit dem Videocoaching. Ich habe meine Arbeit als Fernseh- und Radiomoderatorin immer geliebt und liebe ich auch heute noch. Es macht mir unglaublich viel Spass. Aber die wahre Berufung, dieses Gefühl von Erfüllung, das habe ich erst im Videocoaching gefunden.

[00:02:10.820] – Christoph Stelzhammer
Sehr, sehr schön. Aber hast du mal was «Anständiges» gelernt? Nein. Was war deine Ausbildung, sozusagen, weil du hast ja sehr früh, bist da vor die Kamera getreten.

Welche Ausbildungen hat Andrea im Vorfeld Ihrer Tätigkeit gemacht

[00:02:22.910] – Andrea Ballschuh
Ich habe keine Ausbildung, ich habe nur mein Abitur. Ich habe noch in der DDR zu DDR Zeiten Abitur gemacht und bin danach für ein Jahr lang als Au-pair-Mädchen in die USA gereist. Da konnte ich viel besser russisch als Deutsch, weil wir in der ehemaligen DDR einfach keine Möglichkeit hatten, mit irgendjemandem Englisch zu sprechen. Dann habe ich innerhalb eines Jahres gut Englisch gelernt, habe mein Russisch vergessen. Und dann dachte ich noch, als ich zurückkam. Jetzt möchte ich gern Journalistik studieren, weil ich ja zu DDR Zeiten schon im Fernsehen war und diesen Weg auch weiter einschlagen wollte.

Allerdings bin ich zu spät zurückgekommen. Ich habe also die Bewerbungsfrist verpasst, um mich in Leipzig für das Journalistikstudium anzumelden. Und dann fing ich erst mal an zu jobben, und zwar beim Radio. Und dann habe ich festgestellt, dass Radio viel cooler ist als Fernsehen. Also die Menschen dort sind cooler. Beim Fernsehen waren so viele, die sich sehr viel darauf eingebildet haben, beim Fernsehen zu sein. Und beim Radio fand ich die Leute einfach angenehmer und habe dann meine Leidenschaft fürs Radio moderieren entdeckt.

[00:03:25.580] – Andrea Ballschuh
Und dann habe ich auch relativ schnell eine Sendung bekommen. Am Abend 22 bis 2 Uhr. Ich war gerade mal 21 Jahre alt und hatte gleich eine Abendsendung. Und dann dachte ich Ja gut, jetzt werde ich mir demnächst das Studium suchen. Und vielleicht kriege ich das ja hin, dass ich tagsüber studiere und abends moderiere. Dann haben die mich aber in die Tagesschiene geholt vom Radiosender, und dann habe ich den Nachmittag moderiert. Da habe ich gedacht, na gut, diesen geilen Job gebe ich jetzt nicht auf. Dann warte ich einfach noch ein bisschen und fange später an zu studieren.

Und dann kam plötzlich das Fernsehen um die Ecke und die wollten mich haben bei der Deutschen Welle. Und dann dachte ich, na gut, dann mache ich jetzt erst mal diesen Job bei der Deutschen Welle. Ich kann ja später immer noch studieren. Dann kam Sat1 und Sat1, wollte mich erst fürs Wetter und dann für die Magazinsendung. Und dann war ich plötzlich beim ZDF, bei «Volle Kanne». Und so bin ich einfach nicht zum Studieren gekommen.

[00:04:19.320] – Andrea Ballschuh
Also ich habe weder ein Studium in der Tasche noch eine Berufsausbildung. Ich habe nur mein Abitur, weil ich, seit ich 21 bin, arbeite.

[00:04:29.710] – Christoph Stelzhammer
Du bist ist einfach volle Kanne am Arbeiten gewesen.

[00:04:32.300] – Andrea Ballschuh
Genau. Und ich habe mir alles selber beigebracht, also alles, was ich erreicht habe, auch im Fernsehen. Das ist durch learning by doing und Vertrauen in mich selbst geschehen. Und irgendwie bin ich so ganz gut durchs Leben gekommen. Gott sei Dank. Ist ja auch nicht selbstverständlich. Eigentlich wollen sie ja gerade auch beim Fernsehen. Wollen sie eigentlich immer Studienabschluss sehen. Da musst du erst ein Volontariat machen und all so was.

Aber als Moderatorin hatte ich da irgendwie, ich hatte echt Schwein. Ich war mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte dann in den Castings. Da bin ich immer ganz unbedarft reingegangen in die Castings und habe dann, wahrscheinlich, weil es mir auch gar nicht darum ging, zwingend etwas haben zu müssen, bin ich da, glaube ich, mit der entsprechenden Lässigkeit reingegangen. Und gerade deswegen hat es dann immer geklappt.

[00:05:19.110] – Christoph Stelzhammer
Super. Also auch wieder ein Hinweis darauf, dass man vielleicht auch ohne etwas zu studieren, auch etwas machen kann. Letztlich. Und es hört sich so an, als ob du da wirklich in deinem Flow warst. Irgendwie hat das alles doch sehr, sehr gut funktioniert.

[00:05:32.240] – Andrea Ballschuh
Ja, wobei ich beim Radio echt dran geblieben bin. Also ich habe im ersten Rutsch, als ich aus Amerika wiederkam und mich bei RS2 beworben habe, das war der Nachfolger von RIAS2, da habe ich eine Abfuhr bekommen, weil ich noch keine Erfahrung hatte. Und ich habe da aber gemerkt, weil ich ein Praktikum in den USA gemacht habe bei einem Radiosender, ich will das unbedingt machen. Also da wusste ich schon, das will ich machen.

Und ich habe mich von der Abfuhr nicht entmutigen lassen, sondern ich habe mich dann ein Jahr lang bei verschiedenen Radiosendern beworben, immer wieder beworben und Energy zum Beispiel hat mich dann eingeladen, hat mich hat einfach mal eine Probesendung fahren lassen, damit ich also erst mal üben lassen und dann eine Probesendung machen lassen. Und so habe ich mehr und mehr ein Gefühl dafür bekommen.

Geld verdient habe ich durch Jobben bei der Treuhand, bei einer Zeitarbeitsfirma, sodass ich meine Miete zahlen konnte und habe aber im Laufe dieses Jahres allen möglichen Radiosendern in Berlin meine Bewerbung geschickt.

[00:06:26.840] – Andrea Ballschuh
Und ein Jahr später sagte mir dann jemand Du, bei RS2 gibt es einen neuen Programmchef, probier das doch noch mal der Ami, der alte Ami Rick De Lisle und dann habe ich es einfach, mit einem Jahr Erfahrung, dann auch durch meine ganzen Bewerbungen noch mal probiert und hatte ja aus meiner Zeit in den USA so ein Schriebst dabei, was bestätigt hat, ich habe hier bei KLOS 95.5 Call ein Praktikum gemacht und dann dachte ich, das beeindruckt den Ami bestimmt.

[00:06:56.650] – Sprecher 3
Und so war es dann auch.

[00:06:58.160] – Andrea Ballschuh
Und der hat mich eingestellt, also wirklich eingestellt. Ich hatte relativ sofort einen Vertrag als Moderatorin für 22 bis 2 Uhr und dann habe ich für seine Sendungen, habe ich immer die Moderationen geschrieben, weil er eine Vorlage aus den USA hatte von einer Sendung und da kam mir quasi meine Zeit in den USA zugute und ich habe ihm das dann übersetzt, habe ihm Radiomoderationen Deutsch daraus geschrieben und so bin ich dann da reingerutscht. Also Beharrlichkeit war schon da. Und wenn du einmal drin bist, dann ist es oftmals einfacher weiterzukommen, weil von da aus, ich hatte ja immer etwas.

Also es war ja nie so, ich war nie, nie needy oder dachte, ich brauche jetzt unbedingt neuen Job, sondern ich habe mich, ich wurde angefragt von Fernsehsendern, ob ich zu einem Casting kommen würde und ich bin dann halt hin und wusste ja, na ja, wenn es halt nicht klappt, machst du halt das weiter, was du hast. Das liebst du ja, findest du ja eh gut. Und ich glaube, dadurch war da nicht so ein Druck dahinter oder so, dieses alles muss jetzt aber klappen, sondern ich bin immer rangegangen mit der Haltung, ich guck‘ mal, was draus wird, mal schauen, was es wird.

[00:08:14.900] – Andrea Ballschuh
Ich probiere es einfach mal und vielleicht hat es gerade deswegen geklappt. Keine Ahnung.

[00:08:19.790] – Christoph Stelzhammer
Es ist super. Das hört sich wirklich sehr, sehr schön an! Vor drei Jahren hast du deine Berufung gefunden, das Thema Videocoaching. Jetzt könnte man natürlich auch fragen, wieso machst du das nicht weiter oder bist du weiter heute beim Fernsehen und Radio tätig oder schon?

[00:08:34.180] – Andrea Ballschuh
Ja, ja, ich habe mir das neben meiner Fernseharbeit aufgebaut. Das hing auch damit zusammen, dass ich als Fernsehmoderatorin ja immer abhängig war. Und ich habe das vor zehn Jahren böse am eigenen Leib erfahren. Ich war damals verheiratet, wir hatten ein Kind, und ich war Alleinverdienerin. Also mein Mann hat zu dem Zeitpunkt, er war Musiker, nicht viel verdient. Das heisst, bei mir lag die finanzielle Verantwortung, was insofern gut war, dass er auf unser Kind aufgepasst hat. Und ich konnte arbeiten gehen. Und ich habe damals beim MDR sehr viele Sendungen moderiert. Ich war eine der meistbeschäftigten Moderatorinnen beim MDR.

Dann hat allerdings der Unterhaltungschef gewechselt, und der neue Unterhaltungschef wollte alles anders machen als sein Vorgänger. Und der Vorgänger hatte mich aufgebaut. Also der hatte mein Talent erkannt, hat mich gefördert, hat mich ganz, ganz viel machen lassen. Ich habe unter dem alten Unterhaltungschef wirklich viel gelernt. Ich habe grosse Liveshows abends um 20:15 Uhr moderiert. Der hat mich so was von ins kalte Wasser geschmissen und ich musste sofort schwimmen können.

[00:09:41.300] – Andrea Ballschuh
Und das hat mich unglaublich stark gemacht. Ich habe wirklich viel gelernt. Und dann, mit dem neuen Unterhaltungschef, hat sich plötzlich alles verändert. Weil er, wie gesagt, alles anders machen wollte. Und dann hat er mich aus fast allen Sendungen abgezogen, ohne dass ich Mist gebaut habe. Die Quoten waren gut, es war zwischen kollegial alles prima.

Also, ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen und habe die Sendungen verloren und damit natürlich auch Geld. Um es jetzt mal wirklich auf Deutsch zu sagen, mir ist der Arsch auf Grundeis gegangen, weil ich gemerkt habe, ich kann hier nichts kontrollieren, ich kann noch so gut arbeiten und es liegt nicht in meiner Hand, sondern da ist jemand anderes, der darüber entscheidet, gefällt mir deine Nase oder nicht? Das hat mich echt frustriert. So habe ich mir damals geschworen, ich werde mir eines Tages etwas suchen, das mich unabhängig sein lässt. Dann kam aber der Quatschi in den Kopf, der sagte, ja bald Ballschuh, das kannst du ja mal wohl vergessen. Du hast weder eine Ausbildung, noch hast du ein Studium, du hast überhaupt nichts gelernt.

[00:10:45.890] – Andrea Ballschuh
Alles was du kannst, ist moderieren. So, sieh mal zu. Wie willst du dir damit jetzt was aufbauen? Und deswegen hat es auch ziemlich lange gedauert. Aber vor drei Jahren war dann plötzlich dieser, ich würde sagen, der Ruf. Es war ein Ruf. Der Ruf, da auch ins Onlinebusiness zu gehen, mit genau dem, was ich habe, weil ich mir dachte, okay, ja, ich kann nichts anderes, ich kann nur moderieren.

Aber da hatte sich ja, fing das ja gerade an, vor dreieinhalb Jahren, sich zu entwickeln, dass immer mehr Selbstständige auch Videos machen bei Social Media, weil es ja darum ging, für dich selber Werbung zu machen, ein Video auf die Homepage zu packen, um eben unterscheidbar zu sein von anderen, um ich sage mal zu so einer Art Leuchtturm zu werden, um gefunden zu werden, weil man geht ja dabei Social Media auch leicht in der Masse unter. Und dann habe ich gedacht gut, also das ist alles, was du kannst, dann zeig halt den Leuten, wie sie selbstbewusst vor der Kamera agieren können und versuch dir damit was aufzubauen.

[00:11:49.310] – Andrea Ballschuh
Das hat allerdings dann auch noch mal eine ganze Weile gedauert, weil ich null Ahnung von Onlinebusiness hatte und auch ganz, ganz viele Fehler am Anfang gemacht habe. Aber das nach einem Jahr ungefähr habe ich gemerkt, wow das funktioniert. Ich kann bei den Menschen doch erstaunlich viel bewegen und fing da dann an, mich emotional so weit darauf einzulassen, dass ich mehr und mehr die Fernsehtätigkeit zurückgelassen habe, weil ich gemerkt habe, dass ich in der Arbeit mit den Menschen, also die ist so sinnstiftend.

Und plötzlich habe ich meine Arbeit beim Fernsehen so ein bisschen infrage gestellt. Was heisst, infrage gestellt, nicht. Aber ich habe nach dem Sinn gefragt und dachte Okay, wenn ich eines Tages mal von dieser Welt gehe und zurückschaue, worauf möchte ich denn dann stolz sein? Also, was werde ich als Andrea Ballschuh denn hier verändert haben? Was ist denn meine Aufgabe in dieser Welt? Warum bin ich geboren worden? So. Und dann dachte ich:«Na ja, also das, was du machst, damit nimmst du den Leuten die Langeweile, die halt, weil sie nicht allein sein wollen, machen den Fernseher an und gucken dann halt eine Magazinsendung, obwohl sie vielleicht was viel Vernünftigeres machen könnten in der Zeit.»

[00:13:05.600] – Andrea Ballschuh
Also ich nehme den Leuten die Langeweile. Na super, was für eine Aufgabe, dachte ich so bei mir. Ja, es hat mir Spass gemacht, aber ich habe die Sinnhaftigkeit dahinter nicht ganz gesehen. Und ich habe festgestellt, dass in meiner Arbeit als Videocoach ein ganz grosser Sinn dahinter steckt, weil Menschen durch meine Begleitung mehr Selbstbewusstsein vor der Kamera gewonnen haben, dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen haben für sich und ihr Business, dadurch leichter Kunden anziehen konnten, dadurch leichter Geld verdient haben, dadurch von dem, was sie erfüllt, auch leben konnten.

Und so habe ich gemerkt, dass diese Arbeit mich wirklich nährt. Dann habe ich im Zuge dessen, um da mehr Fokus daraufzulegen, peu-à-peu eine Sendung nach der anderen abgegeben. Ich moderiere immer noch, weil es mir einfach Spass macht, aber ich habe das sehr, sehr stark zurückgefahren. Ich bin beim ZDF heute nur noch Springerin. Also ich habe keine feste Sendung mehr, sondern springe halt bei der «Vollen Kanne» ein oder mal bei der «Drehscheibe» oder mal bei «Hallo Deutschland» und mache zu 80 % inzwischen mein Videocoaching.

[00:14:14.000] – Andrea Ballschuh
Der Vorteil ist, dadurch, dass ich noch im Fernsehen agiere, habe ich natürlich anderen Videocoaches gegenüber den Vorteil, dass Menschen, die mich sehen oder darüber nachdenken, sich von mir begleiten zu lassen. Die können auch gleichzeitig im Fernsehen sehen, dass das nicht nur Stuss ist, den ich da erzähle, sondern dass ich das wirklich selber vorlebe. Und das ist oftmals gar nicht so verkehrt, wenn man diese Expertise auch öffentlich zeigen kann.

[00:14:39.270] – Christoph Stelzhammer
Und uns ein bisschen daran teilhaben lassen an dieser Expertise. Weil die Menschen, die dann zu dir kommen und sich von dir coachen lassen, wie man besser vor der Kamera wirkt, kannst du da vielleicht so ein paar kleine Häppchen mit uns teilen.

[00:14:53.700] – Andrea Ballschuh
Also ich mache das ja seit gut seit 30 Jahren, wenn man es wirklich gesamt betrachtet, aber seit 26 Jahren hauptberuflich. Und ich habe sowohl im Radio als auch im Fernsehen eine etwas eigene Art der Moderation entwickelt. Das heisst, ich versuche da so gut es geht, es nicht in jeder Sendung möglich, aber sehr viel Persönlichkeit mit reinzubringen. Bei «Volle Kanne» zum Beispiel funktioniert das hervorragend, weil man da auch im Talk mit Prominenten ist.

Also da ist alles sehr locker, wohingegen eine moderierte Magazinsendung, wo man nur 20 Sekunden Zeit hat für eine Moderation, da kannst du jetzt nicht wahnsinnig viel Persönlichkeit reinbringen, nur halt durch deinen eigenen Sprachstil. Was ich zum Beispiel anwende im Fernsehen und auch meinen Kunden weitergebe und auch jedem empfehle, der Videos auf seiner Webseite oder bei Social Media macht, ist die Sprechsprache zu sprechen.

Ich habe festgestellt, beim Fernsehen schreiben ja Redakteure Moderationsvorschläge und du als Moderator nimmst das halt als Basis, um daraus deins zu machen. Und das ist oftmals Schriftsprache, also allerschlimmste Schriftsprache. Und wenn du das so erzählen würdest, dann würde das sehr steif klingen und sehr, sehr distanziert.

[00:16:09.300] – Andrea Ballschuh
So würden wir nicht miteinander reden. Und ich bin dann mehr und mehr dazu übergegangen, umgangssprachlicher zu sprechen, auch im Fernsehen, also mich nicht so gewählt auszudrücken, sondern ja umgangssprachlicher zu sprechen. Ich habe im Fernsehen auch schon bei «Volle Kanne» Lachanfälle bekommen, konnte nicht mehr weiterreden. Ich habe schon angefangen zu heulen voller Rührung, weil ich überrascht worden bin von Johannes Oerding, dem Sänger.

Und die Reaktionen des Publikums waren immer die, also gerade bei «Volle Kanne», dass Menschen sich daran besonders erinnert haben oder wenn sie mich getroffen haben, beim Einkaufen oder in der Bahn, dass sie gesagt haben Mensch, Sie sind ja genauso wie im Fernsehen, das ist ja toll. Und das habe ich auch mit ins Onlinebusiness mit reingenommen, dass ich das selber auch so lebe, aber auch weitergebe, den Leuten zu sagen, seid vor der Kamera, genau so, wie wenn die Leute euch gegenüber stehen und viele mutieren aber vor der Kamera in Roboter oder Marionetten und die werden dann zu Menschen, die sie selber gar nicht kennen.

[00:17:19.290] – Andrea Ballschuh
Die reden dann ganz anders, die gucken ganz anders, wie so ein aufgescheuchte Kaninchen. Und das kann ich auch verstehen. Eine Kamera kann sehr bedrohlich wirken und daran arbeite ich, dass so viel Authentizität wie möglich im Video rüberkommt. Und das geht halt durch die Expertise aus dem Fernsehen, funktioniert das inzwischen ganz gut. Also Sprechsprache ist das eine. Zum Beispiel. Dann natürlich Kleidung anzuziehen, in der man sich wohlfühlt und nicht verkleidet ist. Also, wenn Versicherungsmakler eigentlich immer nur im Poloshirt rumrennt.

Und dann soll er ein Video machen, wo er Anzug und Krawatte bis oben hin anhat, weil das die Gesellschaft von ihm verlangt, dann wird er sehr wahrscheinlich auch steifer sprechen, weil er sagt: «Ich trage aber nie Krawatte, ich fühle mich darin unwohl.» Sobald sich jemand unwohl fühlt, überträgt sich das im Video. Dann empfehle ich zum Beispiel auch im Video zu stehen. Also während wir beide miteinander reden, stehe ich. Ich sitze nicht, ich stehe. Das trägt auch dazu bei, dass man selbstbewusster wirkt. Man steht aufrechter, die Stimme hat mehr Klang und man bewegt sich auch natürlicher.

[00:18:28.500] – Andrea Ballschuh
Ja, man redet dann mit den Händen. Und das ist auch noch ein Punkt, die Hände einzusetzen beim Reden, weil viele denken vor der Kamera: «Nee, ich darf nicht so sehr mit den Händen rumfuchteln.» Ich fuchtelt total viel mit den Händen rum. Den einen nervt das, dem anderen ist es egal und die, die es nervt, das sind dann nicht meine Wunschkunden. Das ist okay. Es gibt genug Videocoaches, die nicht vor der Kamera mit Händen fuchteln und das ist aber Teil meiner Persönlichkeit.

Und es ist so wichtig, dass wir uns nicht verstellen, wenn wir mit Videos rausgehen. Und gerade in Zeiten von KI, was ja gerade überall ein Thema ist, mit Journey und ChatGPT ist es umso wichtiger, dass wir unsere Persönlichkeit und unsere Energie in den Videos zeigen, weil so geil künstliche Intelligenz auch ist und es kann unsere Arbeit sehr erleichtern, aber meine Befürchtung ist dabei, dass jetzt alle möglichen Menschen mit ChatGpt ihre Blogbeiträge und ihre Artikel und ihre Postings schreiben und dadurch aber die Persönlichkeit total verloren geht.

[00:19:29.430] – Andrea Ballschuh
Und deshalb rüttele ich jeden, der das einsetzt. Bitte, bitte bringe deine Persönlichkeit damit ein. Erzähle deine Geschichten, deine Gedanken. Weil sonst gehst du in der Masse unter. Wenn jetzt inzwischen jeder tolle Texte schreibt, dann wird es genauso langweilig wie vorher, weil dann nicht mehr erkennbar ist, kommt das jetzt von der künstlichen Intelligenz oder kommt das aus dem Herzen und Hirn dieser Person? Und deshalb werden Videos immer wichtiger.

Und da vor allem eben auch die authentischen Videos, die Emotionen auslösen. Darum geht es. Wir müssen keine Videos machen, um Zahlen, Daten, Fakten zu präsentieren. Das kann man im Karussell machen, sondern es geht darum, Emotionen zu erzeugen mit Videos.

[00:20:14.050] – Christoph Stelzhammer
Wunderbar, vielen, vielen Dank dafür, du hattest das letzte Mal auch einen Beitrag gepostet, sagt man so schön in LinkedIn, wo es zum Thema Wunschkunden und Private oder Tipps aus dem privaten Umfeld geht. Und da hatte ich ja dazu geschrieben. Also wenn ich auf private Ratschläge gehört hätte, dann wäre ich wahrscheinlich heute schon pleite. Aber wie bekommt man Wunschkunden? Von wem nimmt man auch Tipps? Das ist ja auch so ein wichtiges Thema, mit dem du auch konfrontiert worden bist.

[00:20:45.500] – Andrea Ballschuh
Ja, das. Damit wird jeder konfrontiert, der bei Social Media sichtbar wird, auch mit seinem Business. Weil viele haben früher Facebook halt ganz privat genutzt und da sind viele Freunde und ehemalige Kollegen und all das. Aber jeder von uns hat, glaube ich, eins zu wenig und das ist Zeit. Das heisst also, gerade wenn man gut im Job steht, dann haben wir eigentlich immer zu wenig Zeit. Keiner von uns ist bei Social Media aus Langeweile, weil er nicht weiss, was er zu tun hat oder was er tun soll oder anfangen soll mit seiner Zeit. Das heisst, wir bewegen uns bei Social Media, um hier Kunden zu gewinnen, um unser Business damit auch aufzubauen.

Und so müssen wir hier fokussiert sein auf unsere Wunschkunden. Das Problem ist Freunde und Familie oder auch ehemalige Kollegen sind keine Kunden. Das heisst, die reagieren natürlich auch anders auf das, was wir schreiben, als unsere wirklichen Wunschkunden, die einen Schmerzpunkt haben, ein Problem haben, wo wir helfen können. Meine Mutter hat nicht das Problem, was meine Kundin hat, das heisst, meine Mutter findet meine Beiträge seltsam, meine Schwester findet meine Beiträge peinlich und Freunde rufen Freunde an und sagen Oh, die Andrea postet so viel, ich kann mit ihren Postings überhaupt gar nichts anfangen.

[00:22:06.680] – Andrea Ballschuh
Das geht mir auf die Nerven. Ja klar, sie sind ja auch keine Kunden und können mit dem, was ich schreibe, natürlich nichts anfangen. Davon haben sie nichts. Und da kommen wir zu einem wichtigen Punkt. Wie kriegt man Wunschkunden, wenn wir unsere Wunschkunden genau kennen und wissen, vor welchen Herausforderungen sie stehen und wonach sie sich wirklich sehnen, dann schreiben wir Inhalte so, dass sie, wenn sie das lesen, sagen Wow, danke, das inspiriert mich. Dann nehme ich was daraus mit.

Weil jeder von uns, jeder in jeder Lebenslage sich immer fragt: «Was habe ich davon?». Also ein Stück weit sind wir ja alle ein bisschen egoistisch und wollen immer wissen, so, und was habe ich jetzt davon? Und klar, die Freundin oder das Familienmitglied, was meine Beiträge liest, die sich alle ums Business drehen, die fragen sich natürlich Ja, und was habe ich jetzt davon? Damit kann ich nichts anfangen. Natürlich sind die irgendwann mal genervt. Wenn dann aber Leute sagen: «Na ja, also du machst aber ganz schön viel.

[00:23:03.950] – Andrea Ballschuh
Du gehst aber damit Leuten durchaus auch schon auf die Nerven. Also an deiner Stelle würde ich aber weniger machen.» Warum? Damit die Leute, denen ich mit drei Beiträgen pro Woche auf die Nerven gehe, damit die sich besser fühlen. Dann fühlen sich aber meine Wunschkunden, die von meinen Beiträgen echt was haben und die mir schreiben: «Danke für deine Inspirationen», dann geht es denen aber nicht besser, weil sie von mir keine Inspiration bekommen. So.

Für wen mache ich denn das hier alles? Ich mache meine Beiträge nicht für meine Familie und meine Freunde, die eh nie bei mir buchen werden, sondern ich mache das für meine Wunschkunden. Und ich mache das, weil ich meine Aufgabe kenne im Leben und weil ich eine Vision habe und ich als Rudelführerin in Anführungszeichen mein Rudel, in dem Falle, meiner Wunschkunden, dahin bringen will, an ihr Ziel. Und da ist es mir egal, ob da aussen rum Leute, die sagen, das gefällt mir aber nicht, das ist okay. Du darfst an der Seite stehen und auch sagen, dass dir das nicht gefällt, weil du musst dich meinem Rudel nicht anschliessen.

[00:24:03.200] – Andrea Ballschuh
Du darfst da einfach stehen bleiben. Und das ist aber gerade in der Anfangszeit für viele ganz schwer. Und vor drei Jahren fiel mir das auch schwer. Ich war schon immer ein sehr, sehr angepasstes Kind und auch im Fernsehen als Moderatorin immer sehr brav und angepasst. Und im Grunde genommen habe ich erst bei Social Media durch das Onlinebusiness gelernt, Ecken und Kanten freizulegen bei mir, weil du sonst untergehst.

Du gehst gnadenlos unter, du wirst dein Business nach ein, zwei Jahren begraben müssen, wenn du dich versuchst, hier anzupassen und jedem zu gefallen. Es halten wirklich nur die durch, die den Mut haben, zu sich selber zu stehen, zu ihrem Standpunkt zu stehen, die ihre Aufgabe kennen und die auch wissen, wofür sie tun, was sie tun.

[00:24:51.340] – Christoph Stelzhammer
Wunderbar. Wir haben natürlich auch hier viele, die zuhören, die auch karrieremässig unterwegs sind und sich auch entwickeln. Und bei dir ist noch spannend, dass du auch ohne eine Lehre und ohne Studium extrem erfolgreich bist und warst. Kannst du vielleicht aus deiner Perspektive noch ein paar Tipps geben zum Thema Karriere aus deiner Erfahrung heraus?

[00:25:16.990] – Andrea Ballschuh
Also von Aussen betrachtet würde man ja sagen, ich habe echt toll Karriere gemacht. Also von aussen betrachtet sieht es, sieht meine Kurve sehr steil aus, bis auf den einen kleinen Knick. Als ich da vor zehn Jahren vom MDR fast alle Sendungen verloren habe. Es gab auch einen weiteren Knick, im letzten Jahr. Also ich habe vorher Sendungen abgegeben, weil es mir zu viel geworden ist. Und dann habe ich aber auch zwei Sendungen verloren, weil sich die Zeiten geändert haben und das lineare Fernsehen, mehr und mehr an Bedeutung verliert und die Mediatheken immer wichtiger werden.

Und sowohl die Sendung sonntags als auch die Sendung «Quickie» ein Mitteldeutschlandquizz sind der Mediathek zum Opfer gefallen. Das heisst, das sind Sendungen, die wurden in der Mediathek nicht grossartig geklickt. Wir haben im linearen Fernsehen hervorragend funktioniert. Und wurden ausgetauscht gegen Magazine, die eben auch in der Mediathek angeklickt werden. Aber es sind halt unmoderierte Magazine. So, das heisst, hätte ich mich nur darauf verlassen, auf dieses eine Standbein, dann würde ich heute echt blöd dastehen.

[00:26:31.280] – Andrea Ballschuh
Dann hätte ich ein Problem, weil ich nicht wüsste, wie ich meine Miete bezahlen soll. Das heisst, ich habe rechtzeitig genug auch erkannt und bin einer inneren Stimme gefolgt, die gesagt hat: «Bau dir was anderes auf». Als Frau mit 50 wird es ausserdem zunehmend schwerer. ,Ich musste von Anfang an als Frau mit 50 hast du es einfach im Fernsehen schwerer. Da muss man auch nichts schönreden. Und auch wenn ich nicht aussehe wie 50, aber es ist halt ein Fakt, dass die Moderatorinnen jünger werden. Und das kann ich doof finden.

Oder ich kann sagen, ich weiss, dass es so ist und ich passe mich halt an und mach was anderes draus. Und ich hatte damals auch meine Chance mit 20 und ich habe die voll genutzt und jetzt darf ich was anderes machen und jetzt darf ich die 20- und 30-Jährigen begleiten, die holen sich halt bei mir Rat. Und und und. So passe ich mich an. Also, was ist mein Rat für die Karriere? Das ist, auf die innere Stimme zu hören.

[00:27:29.030] – Andrea Ballschuh
Es gibt Anzeichen und ich bin sicher, dass jeder von uns auf eine Art und Weise geführt wird. Der eine ergänzt, der andere erkennt es nicht. Aber jeder von uns kennt eine innere Stimme, Impulse. So oft träumen wir von etwas und denken: «Wie könnte das gehen, wenn ich das nur am liebsten, wenn Geld und Bewertungen und all das keine Rolle spielen würden, dann würde ich am liebsten das und das machen.». Und dann schaltet sich der Kopf ein und sagt: «Aber ja, vergiss es, Baby, das ist ja mal so was von unrealistisch.». Und dann hören sie nur auf den Kopf und machen weiter.

Nur wegen der Sicherheit. Um jetzt endlich mal auf deine Frage zurückzukommen. Ich bin jetzt hier lange drum herumgeeiert. Wenn wir eigentlich so einen Wunsch haben und mal in die Frage reingehen: «Hey, wie könnte es gehen, das zu erreichen?». Das man dann offen ist für diese Impulse. Ich rate jedem dringend, sich mal die Frage zu stellen, wenn Geld keine Bedeutung hätte und keine Rolle spielen würde und Bewertung, was würde ich dann am allerliebsten machen?

[00:28:38.460] – Andrea Ballschuh
Bei welcher Tätigkeit fühle ich mich so richtig lebendig? Wnn ich am Ende meiner Tage zurückschaue, worauf möchte ich stolz sein? Und da kommt eine Antwort drauf. Auch wenn die noch so unrealistisch ist und der Kopf wird sofort sagen: «Vergiss es!». Wenn die noch so unrealistisch ist, einfach mal in einer Träumerei daran festhalten und diesem Gefühl nachgehen und dann ins Vertrauen gehen und Impulsen folgen. Man muss dafür nicht das, was man hat, bereits komplett aufgeben. Aber mal schauen, in diese Richtung loszugehen und den Impulsen zu folgen und sie eben nicht beiseite zu räumen.

Weil ich sage immer, die innere Stimme ist die lauteste Stimme, mit der Gott mit uns redet. Und wenn wir nach etwas fragen, wenn wir uns etwas wünschen wir bekommen eine Antwort. Nicht immer sofort, aber manchmal bekommen wir sie in Form eines Gedanken, in Form eines Buches, in Form einer Fernsehsendung, in Form von anderen Menschen, die etwas erzählen oder die einem eine Mail schreiben und diese für diese Impulse offen und empfänglich zu sein und denen zu folgen.

[00:29:47.940] – Andrea Ballschuh
Ich bin sicher, dass das dann in Sachen Karriere vorangeht, was aber nicht unbedingt heissen muss, dass es auf der Karriereleiter bergauf geht. Ich meine die persönliche Karriere, dass man für sich persönlich erreicht, wovon man schon immer geträumt hat. Und das kann auch manchmal bedeuten, das kann einem eine höllische Angst machen zu sagen, okay, das wo ich jetzt gerade bin, da erzähle ich gleich ein Beispiel, das ist es gar nicht. Eigentlich dachte ich immer, dass ich genau das will. Und ich erkenne jetzt, eigentlich will ich das gar nicht. Ich will was ganz anderes angehen.

Und da möchte ich ein kleines Beispiel erzählen von einem Mann. Florian heisst er. Florian hat immer davon geträumt, hat bei einer grossen Airline gearbeitet. Er wollte einen eigenen Parkplatz haben, er wollte ein Team leiten, er wollte so richtig Karriere machen und hat alles dafür gegeben. Florian Astor. Und dann hatte er all das. Und dann stand er da, auf seinem Parkplatz und hatte sein Team und fühlte sich auf einmal, nachdem er alles hatte, was er doch glaubte, zu wollen und fühlte sich total leer.

[00:30:58.720] – Andrea Ballschuh
So richtig leer. Und dann ist er einem Impuls gefolgt und hat gesagt okay, ich nehme jetzt ein halbes Jahr eine Auszeit und gehe wandern. Ich laufe einfach los. Und nach diesem halben Jahr werde ich wissen, wie es weitergeht. Und aus diesem halben Jahr sind anderthalb Jahre geworden. Er hat sogar ein Buch darüber geschrieben. Florian Astor war in überall, er war in Südamerika, in Australien. Ich habe die Länder nicht mehr im Kopf, das Buch habe ich gelesen und ihn auch interviewt, für eine Radiosendung. Er war anderthalb Jahre unterwegs, hat sich einen Bart wachsen lassen und kam wieder.

Und hat seinen alten Job aufgegeben. Er hat gesagt, er geht nicht wieder zurück und hat ein Business gegründet, was mit Golfspielen zu tun hat und hat was völlig Neues aufgebaut. Und sagt Andrea, als ich in einem Interview hatte, ich bin so unfassbar glücklich, ich verdiene jetzt viel weniger Geld als vorher, aber mir geht es so gut und er geht regelmässig immer wieder wandern.

[00:32:06.510] – Andrea Ballschuh
Und das war seine Karriere. Der verdient jetzt nicht mehr als vorher, aber er ist innerlich so viel reicher. Und das nur, weil er einem Impuls gefolgt ist, nämlich diesen Impuls zu sagen Okay, ein halbes Jahr Auszeit, wie sagt man dazu? Sabbatical. Und dann einfach mal loslaufen. Und ich glaube, das ist das Geheimnis, wie wir das erreichen können, was wir erreichen wollen, indem wir auf unsere innere Stimme hören und den Impulsen folgen. In dem Moment, wo sie kommen. Auch nicht lange darüber nachdenken, sagen ja, ja, mach ich später. Sondern relativ sofort handeln.

[00:32:43.970] – Christoph Stelzhammer
Wunderbar. Vielen, vielen herzlichen Dank dafür. Du hast ja vorher ganz kurz deine Berufung angesprochen. Was willst du als deine sogenannten Life Purpose oder eben deine Bestimmung, deine Berufung beschreiben?

[00:32:57.210] – Andrea Ballschuh
Meine Berufung liegt darin, Menschen zu befähigen, sich zu trauen, sie selber zu sein, vor der Kamera, ihre Wahrheit zu sprechen. Und dem zu folgen, was ich gerade beschrieben habe, diesem Ruf zu folgen und ihre Aufgabe zu finden und da das Vertrauen zu haben. Und wie gesagt, den Mut zu haben, dieser Aufgabe zu folgen, dass sie sich eben nicht verraten. Weil sie sich der Bewertung der anderen unterwerfen und sich anpassen, sondern ich möchte ganz vielen Menschen Mut machen, zu sich selber zu stehen, für ihre Werte einzustehen.

Ich möchte in der Online Business Welt etwas verändern, weil ich habe sehr viele Menschen in meinen Kursen auch gehabt und habe sie teilweise immer noch, die unfassbar viel Geld verloren haben, durch Coaches, die wahnsinnig Grosses versprochen habe und in den Programmen nicht eingehalten haben. Nicht falsch verstehen, ich habe selber sehr, sehr viel Geld, über 100.000 €, in Coaches investiert. Ich wäre heute nicht da, wo ich bin, hätte ich das Geld nicht investiert. Ich hatte aber Gott sei Dank das Glück, dass meine Coaches anständige Menschen waren, die mit Werten auch unterwegs waren, mit denen ich konform war.

[00:34:24.540] – Andrea Ballschuh
Aber es gibt halt viele Programme, wo es nur darum geht, Geld zu scheffeln und so viele Leute wie möglich in die Programme zu holen. Und dann werden die da alleine gelassen. Und insofern sind bei mir einige Leute gestrandet, die sehr viel Geld verloren haben und keinen Schritt weitergekommen sind und nach wie vor nicht wussten wie können Sie denn jetzt nun online ihr Business aufbauen? So was macht mich wütend, wirklich wütend, wenn das Vertrauen der Menschen missbraucht wird.

Ich möchte durch meine Art, unterwegs zu sein und auch durch meine Postings, Aufmerksamkeit schaffen und den Leuten auch einen Weg zeigen, wie es anders gehen kann, und das sie, wenn sie mit Kunden arbeiten, diese Werte, die ihnen selber doch wichtig sind, nicht verraten, sondern auch an ihre Kunden weitergeben. Dass wir einander sehen und wahrnehmen. So hoffe ich, damit auf lange Sicht den Unterschied machen zu können, dass mehr und mehr Menschen dann auch erkennen, wer es wirklich ernst mit ihnen meint und wer nicht. Das ist das, was ich auch in meiner Arbeit immer wieder versuche, umzusetzen.

[00:35:33.620] – Andrea Ballschuh
Deswegen haben wir auch gar nicht so viele Leute in unseren Programmen, weil wir jeden sehen und wahrnehmen wollen, um dann eben auch auffangen zu können. Es gibt die Video-Challenge, da können ganz, ganz viele Menschen reinkommen. Das ist gut. Aber in den grossen Programmen, da haben wir nur eine kleine Gruppe, um genau das umzusetzen. Und insofern sind jetzt viele Worte.

Aber das ist das, was ich, was ich wirklich jeden Tag fühle, was mein Antrieb ist, auch in Zeiten, wenn es mal nicht so gut läuft. Es gibt in Phasen, wenn du selbstständig bist, Monate wie zum Beispiel Januar oder Februar oder auch die Sommermonate. Da buchen halt nicht so viel. Da kommt weniger Geld rein. Und natürlich wird einem dann schon mal so ein bisschen mulmig, weil man hat ja trotzdem jeden Monat die gleichen hohen Kosten. Aber das ist auch das, was mich in solchen Zeiten weiter-

[00:36:27.410] – Andrea Ballschuh
machen lässt und ich den Glauben daran habe, da wirklich etwas verändern zu können. Ich möchte gerne einen Unterschied machen und meine Arbeit soll sinnhaft sein.

[00:36:42.500] – Christoph Stelzhammer
Wunderschön. Da ist bei mir jetzt sehr stark angeklungen das Thema, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Wahrheit zu sprechen. Ihrem Ruf zu folgen. Vielen, vielen Dank dafür. Hast du auch so kleine Helferlein. Da gibt es ja Sachen, gerade wenn man in LinkedIn unterwegs ist, zum Beispiel, dass man das, um sich seine Arbeit zu erleichtern, gibt es da etwas, wo du auch selber nutzt und auch empfehlen kannst? Also Ressourcen und Apps?

[00:37:13.100] – Andrea Ballschuh
Abgesehen von meinen beiden virtuellen Assistentinnen, die Kisten und mich begleiten. Ich habe noch eine Geschäftspartnerin, wir machen das gemeinsam, nutze ich, wenn ich arbeite meistens ist die LinkedIn App ist bei mir quasi dauerhaft auf und ich poste viele Beiträge und mache auch ab und zu Videos. Lustigerweise als Videocoach mache ich nicht jeden Tag Videos. Würde ich jetzt auch gar nicht empfehlen. Aber immer mal wieder ein Video und ich nutze sehr, sehr viel, quasi täglich die App CANVA. Damit erstelle ich meine Postings, meine Grafiken für die Beiträge.

Und das ist auch das, was ich empfehle, wenn ein Beitrag geschrieben wird, dass ein Bild dabei ist, wo dann auch vorne draufsteht, worum es geht. Also der Beitrag hat definitiv mehr Ansichten, wenn ein Bild dabei ist und es ist auch immer ein Bild von mir mit drauf und das hat nichts mit Selbstverliebtheit zu tun. Das hat was mit Personal Branding und Wiedererkennungswert zu tun. Und die Leute erkennen dann beim Durchscrollen leichter die vertraute Person.

[00:38:21.710] – Andrea Ballschuh
Es ist so, man wird halt den Leuten dadurch vertrauter. Also CANVA nutze ich, CANVA nutze ich auch für das Erstellen des Thumpnails das ich erstelle mit CANVA war ein Thumpnail für meine Videos. Das heisst, das ist das erste Startbild vorne dran bei den Videos. Dann schneide ich meine Videos fast alle am Handy und zwar gibt es zwei Apps, die mit dem man wirklich gut arbeiten kann. Das ist zum einen INSHOT, das ist auch gut für die Fotobearbeitung oder die App KINEMASTER. Damit schneide ich und dann packe ich am Ende noch Untertitel drauf. Da gibt es die App CAPTION, die ist soweit ich weiss, sogar kostenlos.

Da kann man Videos bis zu drei Minuten lang mit Untertiteln versehen lassen. Und das ist insofern sinnvoll, weil viele bei Social Media entweder, wenn sie im Büro sitzen und nicht wollen, dass andere mithören, dass sie den Ton gar nicht hören. Oder sie sitzen in der Bahn, aber dann können sie wenigstens durch Untertitel mitlesen, worum es geht. CANVA, INSHOT, KINEMASTER oder CAPTION für Untertitel, das sind so die Apps, die ich für die Videobearbeitung empfehlen würde und dann schreibe ich meine Postings.

[00:39:39.740] – Andrea Ballschuh
Meistens kommen die Ideen abends, die schreibe ich einfach in meine Notizen App. Da gibt es aber glaube ich auch die App Notion. Ja, und Notion funktioniert auch ganz gut und das poste ich dann am nächsten Morgen. Ansonsten mache ich immer ganz viele Fotos unterwegs, wenn ich irgendwo was sehe, wo ich denke, darüber könnte man was schreiben, mache ich ein Foto. Das Problem ist nur, ich denke dann immer, ich schieb das dann nachher in den Ordner.

Also ich habe so ein paar Ordner in meiner Fotoapp und dann vergesse ich es. Ich weiss nicht, ich habe 30.000 Fotos in meiner App und oder 10.000, 10.000, 10.000 und gefühlt 30.000. Ich muss die irgendwann mal muss ich das echt mal sortieren? Also, EVERNOTE ist eine ganz gute App, um Ideen auch festzuhalten. Oder wenn man eine Webseite hast, die einem gefällt oder anspricht, dann ist EVERNOTE glaube ich, auch noch ganz gut.

[00:40:35.490] – Christoph Stelzhammer
Für das Thema habe ich tatsächlich von Pia Tischer, die war auch hier schon zweimal im Podcast, ein Tipp bekommen. Sie hat das in der ganzen Firma der alle Mitarbeiter nutzen das. Und zwar ist das hier Braintoss.

[00:40:49.740] – Andrea Ballschuh
Braintosse

[00:40:49.860] – Christoph Stelzhammer
Du hast eine Idee, du machst ein Bild oder eine Sprachnachricht oder einen kurzen Text, und das ist eine App, eine ganz einfache, völlig simple App eigentlich. Sie heisst Braintoss. Und die nutzen das alle. Und sie sagt genau für diesen Fall, dass du meinen kurzen Gedanken hast, dann wird es dann per E-Mail weitergeschickt und kannst es später in einem Büro bist oder Zeit hast, dann entsprechend zuordnen, auf Notion oder in den Notizen hereinbringen oder was auch immer. Ja, das ist noch recht spannend. Ich nutze das mittlerweile auch. Ich habe diesen Tipp auch von ihr aufgenommen und gesagt, Mensch eine gute Sache.

[00:41:25.220] – Andrea Ballschuh
Toll, ich habe es direkt aufgeschrieben. Braintoss. Ach, apropos Brain, apropos Brain, zum besseren Arbeiten habe ich neulich auch für mich entdeckt, diese binauralen Sounds oder binauralen Klänge. Und da gibt es auch eine App, die nennt sich Brain. Die höre ich. Mache ich nämlich. Wenn ich arbeiten muss, mache ich die an. Also, wenn ich mich konzentrieren muss. Brainwaves heisst das. Und dann gibt es auch noch Brain FM.

Aber Brainwaves finde ich ganz besonders gut. Und die läuft bei mir, wenn ich mir vornehme, okay, ich habe jetzt zwei Stunden, ich muss jetzt hier diese E-Mail Liste abarbeiten oder ich muss jetzt dieses Workbook erstellen und dann mache ich diese Brainwaves an und abends zum Einschlafen nutze ich das auch. Das kann ich auch noch empfehlen für konstruktives und effektives Arbeiten.

[00:42:15.820] – Christoph Stelzhammer
Perfekt gibt es auch noch Bücher, die du empfehlen kannst.

[00:42:20.310] – Andrea Ballschuh
Also in meinem Bereich, für das Thema Sprechen vor der Kamera und auch was die Sinnhaftigkeit angeht, dessen, was man tut, kann ich zwei Bücher empfehlen. Zum einen von Michael Rossié das Buch «Frei sprechen». Das ist ein Sachbuch und meine Sprachbibel, Freisprechbibel sozusagen. Michael Rossié schätze ich unfassbar. Das ist für mich einer der besten Rhetoriker neben René Borbonus. Aber Michael Rossié hat dieses Sternmodell entwickelt und das gebe ich auch in meinen Videocoachings und auch in meinen 1:1 Coachings gebe ich das allen weiter und sag immer schön dazu, dass das von Michael Rossié ist.

Es ist nicht meine Erfindung und die Leute lieben das. Das Sternmodell von Michael Rossié oder Sternsystem ist hier echt richtig gut beschrieben. Also Zielgruppe für dieses Buch «Frei sprechen»: Moderatoren in Radio und Fernsehen, Pressesprecher, Politiker und Referenten, Dozierende und Speaker, Professoren und Lehrer, Vortrags- und Festredner, Präsentatoren, mit und ohne Unterstützung durch Folien. Für all diejenigen ist dieses Buch hervorragend geeignet und da ist auch das Sternsystem sehr, sehr gut drin erklärt.

[00:43:39.720] – Andrea Ballschuh
Und dann finde ich von Simon Sinek «Frag immer erst, warum», wie Führungskräfte zum Erfolg inspirieren. Start with why! Das finde ich auch immer noch sehr inspirierend, weil wobei ich es für mich umgedreht habe. Viele gehen ja eben daran, so, ja dein warum muss dir klar sein, warum tust du, was du tust? Ich frage lieber wofür tust du, was du tust? Weil das Warum ist immer so zurück gerichtet. Warum hast du angefangen, das zu machen? Weil ich Kohle brauchte.

Weil ich nicht mehr abhängig sein wollte von anderen Fernsehsendern. Das war damals der Grund, weshalb ich damit angefangen habe. Deswegen ist das Warum eigentlich gar nicht stark genug bei mir gewesen. Das war nur der Anfang und das war wichtig für den Anfang. Aber das Wofür hat eine viel, viel stärkere Kraft. Aber es ist ein tolles Buch, gibt einen tollen Ted-Talk mit Simon Sinek und das kann ich nur empfehlen.

[00:44:40.180] – Christoph Stelzhammer
Super, wenn es jetzt jemand hört, wie nimmt man da am einfachsten Kontakt zu dir? Ich glaube, eine Quelle kennen wir ja schon. Das ist LinkedIn, oder gibt es auch andere?

[00:44:47.350] – Andrea Ballschuh
LinkedIn oder gerne auch über meine Homepage. Also die Mails landen auch direkt bei mir, gehen nicht durch fünf andere Hände, sondern sind direkt in meinem Postfach. Andrea-Ballschuh.com oder auch .de kann man nicht verwechseln, da landet man auf meiner Homepage und da findet man auch die E-Mail Adresse. Also office@andrea-ballschuh.com. Und wie gesagt, bei LinkedIn bin ich jede Woche sehr aktiv. Ich mache so meine drei ja schon meistens drei Posts pro Woche. Also wer so ein Gefühl für mich bekommen will, wie ich ticke, der schaue sich mein LinkedIn Profil an, da kriegt man relativ viel über mich mit.

Also das ist auch eine Empfehlung, die ich jedem, der jetzt hier zuhört, mit an die Hand geben möchte, der bei LinkedIn sichtbarer werden will. Das ist ganz wichtig, Persönlichkeit in die Postings einfliessen zu lassen, nicht Privates. Das ist wirklich ein grosser Unterschied, ob etwas Privates preisgegeben wird oder etwas Persönliches. Ich bin nicht wirklich privat, aber sehr persönlich. Das heisst alles, was mich betrifft, was meine Gedanken, Erlebnisse, Herausforderungen, failures all das, was das angeht,

[00:46:03.970] – Andrea Ballschuh
darüber spreche ich und zeige aber immer eine Lösung auf. Wie habe ich zum Beispiel, wie bin ich in ein Problem reingeraten? Was hat das mit mir gemacht? Wie habe ich das gelöst und welches Learning ziehe ich daraus? Das gebe ich immer mit, dass wenn man etwas postet, das anhand von am besten von eigenen Beispielen oder auch von Kundenbeispielen oder etwas, was man selber erlebt hat, dieses Problembewusstsein schafft, indem man einfach eine Situation beschreibt, ohne tief in den Schmerz reinzugehen. Ich hasse diese Herangehensweise wie: «Kennst du das auch?». Und dann wird so richtig in den Schmerz reingegangen.

Fürchterlich. Fürchterlich. Nein, es ist natürlich wichtig, ein Problembewusstsein zu schaffen, damit die Leute sich wiederfinden und sagen ja, genau das ist ja das Problem, in dem ich gerade stecke. Aber das reicht, wenn wir das beschreiben. Entweder, weil wir selber etwas erlebt haben, oder Kunden haben es uns erzählt, dass wir dann auf jeden Fall eine Lösung aufzeigen und eine Botschaft hinten mit rausgeben.

Die Botschaft von dem Beitrag, den du angesprochen hattest, als ich darüber geschrieben habe, was passiert, wenn family, fools and friends sich in deine Businessstrategie einmischen.

[00:47:16.360] – Andrea Ballschuh
Da habe ich ein Telefonat geschildert, was ich mit einem Familienmitglied hatte und dieses Familienmitglied erzählte mir, dass eine Freundin sich darüber aufgeregt hat oder gesagt hat: «Ach, immer wenn ich einen Post von Andrea sehe, klicke ich weg, weil das wird mir langsam zu viel.», und mir dann so gesagt wurde, wenn sie nicht ein bisschen weniger machen. Ich hatte das vorhin eingangs schon erwähnt, so, und darüber habe ich einen Post geschrieben. Und insofern, mir hätte gar nichts Besseres als dieses Telefonat passieren können. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie die Leute das kommentiert haben.

Und ich glaube, es waren über 20.000 sind es inzwischen, die es gesehen haben. Und da waren 200 Kommentare. Das heisst, es war eine tiefe Emotion bei vielen, die darauf reagiert haben. Und ich habe halt etwas erzählt, was ich erlebt habe. Ich habe ein Problem dargestellt, nämlich das Problem, was passiert, wenn Familie sich einmischt in dein Business, von dem es keine Ahnung hat.

Und hinten raus habe ich dann eine Botschaft mitgegeben und die Botschaft lautete oder das Learning, was ich jedem mitgeben wollte, lautete: «Leute, das Business, das macht ihr nicht für eure Familie.

[00:48:26.270] – Andrea Ballschuh
Die Postings hier bei Social Media, das macht ihr nicht für eure Familie. Die sind nicht eure Kunden, sondern bleibt fokussiert auf eure Wunschkunden, kennt eure Aufgabe und dann bleibt fokussiert darauf und zieht euer Ding durch. Lasst euch nicht durch Kommentare von Familien oder Freunden oder ehemaligen Kollegen von eurer Aufgabe wegbringen». Das war meine Botschaft darin. Und es ist so wichtig, dass jedes Posting auch ein Learning oder eine Botschaft für die Leute hat und nicht sich einfach nur um die Person selber dreht, sondern dass wir jedem Post ein kleines Geschenk mitgeben.

[00:49:00.920] – Christoph Stelzhammer
Wunderschönes Schlusswort. Vielen, vielen herzlichen Dank, Andrea, für das ganz grandiose Gespräch. Ein bisschen länger gedauert wie sonst immer, aber es war wunderbar.

[00:49:09.740] – Andrea Ballschuh
Tschuldigung, ich rede immer so viel.

[00:49:12.080] – Christoph Stelzhammer
Alles gut, alles gut. Ich wünsche dir alles Gute weiterhin. Und schöne Grüsse nach Mainz.

[00:49:16.850] – Andrea Ballschuh
Ich danke dir vielmals. Dankeschön, dass ich bei dir sein durfte.