046 – Geschäftsführer Italienische Handelskammer: Fabrizio Macri

Fabrizio Macri ist heute Geschäftsführer bei der Italienischen Handelskammer in Zürich tätig. Fabrizio ist politisch sehr interessiert und hat deshalb auch Politikwissenschaft studiert. Sein Interesse gilt auch der Wirtschaft und somit hat er heute ein geeignetes Betätigungsfeld, um seine Fähigkeiten optimal einzubringen. Fabrizio ist nicht nur eine aussergewöhnliche Führungskraft, sondern auch ein höchst disziplinierter und leistungsorientierter Sportler.

CV-Überschrift

Neugierig und engagiert

Weiterbildungsempfehlung

Learning by doing

Buchempfehlungen

    

Kontakt zu Fabrizio Macri

Italienische Handelskammer, Fabriziomarcri.com und Email

  • Bevor wir nun genauer auf deinen Beruf eingehen, möchte ich noch wissen wie du zu diesem Job gekommen bist.
    • Über welche Stationen bist du zu diesem Job gekommen?
    • Nach meinem Studium der Politikwissenschat, die in Italien wie in Frankreich eine Mischung von Politik, Jura und Wirtschaft ist, wusste ich nicht ganz genau in welche Richtung ich professionell gehen wollte. Ich wusste nur, dass ich ein grosses Interesse für wirtschaftliche Prozesse entwickelt hatte, weil das Wirtschaft Studium mir geholfen hatte viel von unserer Gesellschaft und von den globalen Ereignissen zu verstehen und dass ich nach meiner Erasmus-Erfahrung in Finnland, weiter meine internationale Erfahrung vertiefen wollte. Deshalb habe ich eigentlich die erste Jobs Möglichkeit genommen, die ich im Ausland hatte, bei Siemens AG in München. Nach einem sehr interessanten Jahr, wo ich auch Deutsch gelernt habe, habe ich mich entschieden, dass ich keine Motivation hatte für ein Konzern zu arbeiten, dessen Ziel war einfach Geld zu machen. Da habe ich verstanden, dass ich mehr brauchte, dass ich eine stärkere Motivation brauchte: ich brauchte einen sozialen Sinn in meinem professionellen Leben. Ich habe eine Weiterbildung in Internationalen und EU-Wirtschaft in Amsterdam gemacht und habe mich entschieden im Bereich Trade and Investment Development zu arbeiten. Ich habe mich dann für eine Probezeit bei der Italienischen Handelskammer in Deutschland beworben und ich habe dort 4 Jahre verbracht: ich arbeitete unterbezahlt und Überstunden mit grossen Freude und Motivation für Italienischen KMU’s die Ihren Weg auf dem deutschen Markt gesucht haben. Ich war froh und habe damals nie gezweifelt die richtige Wahl gemacht zu haben. Ich hatte einen guten Grund gefunden meine Energien eizusetzen und etwas dabei zu lernen.
    • Danach würde ich von meinem ehemaligen Chef nach Zürich zu einem Job-Interview eingeladen um die Stelle von Business Development Manager zu besitzen, da die Kammer hier in Zürich stark in innovativen Export und Investment Projekte investieren wollte und ich hatte die Möglichkeit auch mit grossen Engagement und Freiheit das BD Bereich fast allein zu entwickeln. Nach 5 Jahren bin ich in 2012 Generalsekretär geworden.
    • Welche Weiterbildung war für dich persönlich sehr wertvoll, um den heutigen Job zu erledigen?

Mein Studium der internationalen Wirtschaft hat mich einige Tools gegeben, aber es war meistens ein «learning by doing» Prozess.

  • Nun ein paar Fragen an den Generalsekretär Fabrizio Macri
    • Was begeistert dich an deinem heutigen Job? Die Möglichkeit die konkreten Ergebnisse der von mir geführten Projekte zu erleben.
    • Warum glaubst du, hat man sich genau für dich entschieden? drei Kriterien:
      • Engagement (ich arbeite mit Freude und gebe sehr viel Gas)
      • Unabhängigkeit (normalerweise kann ich alle Prioritäten erkennen und dafür engagiere ich mich)
      • Kenntnis der Italienischen Marktes und Kultur
    • Mit welchen Themen warst du in den ersten Monaten im Job bereits konfrontiert?

Personalführung (sehr challenging), Re-Organisation der internen Buchhaltung und Prozessen und Strategiesetzung.

  • Nach welcher Zeit konntest du schon erste Erfolge feiern? Welche waren es?

In 2014 haben wir sehr gute Zahlen gehabt (nach 2 Jahren) trotz hohen Personalkosten. In 2015 kam die grosse Krise, wegen radikalen Reformen in Italien und ab 2016, nach grossen internen Änderungen, sind wir die Italienische Aussenhalndelskammer nr 1 in der Performance Einstufung der 74 Aussenhandelskammern Italiens in der Welt geworden.

  • Wie stelle ich mir deinen typischen Arbeitstag vor?

Ich fange um 08.00 Uhr an und morgens erledige ich normalerweise die administrativen Aspekte und beantworte die wichtigste E-mails. Nach einer Pause von etwa 45 Minuten, widme ich mich nachmittags zu Business Development Themen, Kundensuche -und Pflege, Team meetings fangen bei uns normalerweise gegen 15.00 Uhr an. Zwischen 18.00 Uhr und 19.00 Uhr plane ich normalerweise die nächste zwei Tagen in Details Ich schreibe immer sehr detaillierte und lange «TO DO Lists». Die Struktur meines Tages ist aber sehr unregelmässig, weil ich ziemlich viel reise und sehr oft von Kunden oder von meinem Präsident mit ungeplanten Meetings überrascht werde. Wenn man mit Italien arbeitet, muss man eine gewisse Flexibilität haben.

  • Was zeichnet dich als Generalsekretärbesonders aus? Ich setze sehr viel auf Engagement und Selbstdisziplin. Ich bin kein Control-Freak und respektiere die freie Zeit meines Teams aber ich will Ergebnisse haben. ich möchte gerne motivierte und freie Mitarbeiter haben die frei denken können und die mich offen kritisieren können. Hauptsache wir arbeiten zusammen in die gleiche Richtung. Was ich nicht mag sind Mitarbeiter, die ständig kontrolliert werden müssen, weil sie sich selber nicht motivieren können und Mitarbeiter, die mit mir nicht offen sprechen.
  • Wie unterstützt dich dein Unternehmen dabei, damit du dein Potenzial entfalten und höchst erfolgreich sein kannst?

Mein Präsident hat mich immer unterstutzt und an mich geglaubt, auch wenn wir durch eine schwierige Zeit gegangen sind.

  • Was rätst du einem Menschen der sich für deine Stelle interessiert? Meine Stelle braucht Leute, die kein 09 – 05 Job suchen oder die jede Extraminute Arbeit «in Rechnung stellen». Leute, die Mut haben sich mit einem schwierigen aber interessanten Land wie Italien konfrontieren möchten und die flexibel genug sind, um sehr viel Zeit und Energie zu investieren Kundenbeziehungen und Projektentwicklung zu pflegen.
  • Nun ein paar Fragen an die Person Fabrizio Macri.
    • Kannst du jeden Tag das machen was du am besten kannst?
    • Nein, manchmal habe ich nicht die nötige Energie und konzentriere ich mich auf einfacheren Aufgaben.
    • Was glaubst du warum du auf diesem Planeten bist? Wie würdest du deine Berufung beschreiben?
    • Die Frage beantworte ich in dem nächsten Satz.
    • Was willst du in den nächsten Jahren noch bewegen?
    • Ich würde gerne meine Kompetenzen benutzen um in der Politik oder in einer grossen internationalen Organisation tätig zu werden. International Trade and Development bleibt mein Thema und ich möchte gerne die Welt helfen, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Wirtschaftliche Entwicklung, Umweltschutz und Entwicklung der ärmeren Länder.
  • Was würdest dem 20 jährigen Fabrizio aus heutiger Sicht mit auf den Weg geben wollen?
  • Mehr Mut und Fähigkeit mehr Zeit im Networking zu investieren. Mit den Menschen umgehen zu können ist sehr wichtig in dem professionellen Leben und vom Networking können interessante Ideen und Selbstentwicklungsmöglichkeiten kommen: das habe ich immer zu wenig gemacht.
  • Welches Programm oder Internetressource hilft dir heute deine Arbeit optimal zu gestalten?
  • Muss daran denken
  • Welches Buch bzw. Hörbuch hat dich begeistert und kannst du hier gut empfehlen?
  • «The subtle Art of not giving a Fuck»: grossartiges Buch von einem amerikanischen Blogger, der dem Leser hilft zu verstehen, wie man die richtige und nicht alle Kämpfe gewinnen kann. Loslassen und «Resilience» ist manchmal besser als immer zu kämpfen.
  • Vielen Dank für die vielen inspirierenden Gedanken die du mit unseren Hörern geteilt hast. Sag mir noch bitte zum Schluss wie man Kontakt zu dir / euch herstellen kann.
  • Meine E-Mail ist Fmacri@ccis.chund unsere Website: ccis.ch
  • Danke für das Gespräch.

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