369 – Kann zu viel Ehrlichkeit Frust erzeugen? Aus einem Telefonat mit dem Vermittler.

In der heutigen Episode 369 gebe ich eine aktuelle Situation wieder, die mich und auch meinen Kandidaten wohl etwas frustriert hat. Es ging schlicht und einfach um eine ehrlich gemeinte Antwort. Ehrlichkeit kommt wohl nicht immer gut an und wird im ersten Moment auch nicht verstanden. Was ich damit meine, dass erfährst du gleich.

Herzlich Willkommen beim Berufspodcast ‚TopJobs im Wandel‘. Mein Name ist Christoph Stelzhammer und dieser Podcast zeigt vor allem Fach- und Führungskräften Karrierechancen auf und bietet einen Zugang zum verdeckten Stellenmarkt. Hier kommen viele interessante Gäste zu Wort und deren Erkenntnisse können höchst inspirierend sein. Wer sich auch direkt mit mir in Verbindung setzen will, kann sich sofort in meinem Onlinekalender unter Angabe einiger Stichworte ein kostenfreies Telefonat buchen. www.berufspodcast.com/termin.

Eine kleine Geschichte aus meinem Alltag.

Kürzlich war einer meiner Kandidaten wohl ziemlich genervt über meine ehrlich gemeinte Antwort. Um was ging es? Ich frage im ersten Telefonat meine Bewerber immer nach ihren Karrierewünschen. Schliesslich sollten diese ja im nächsten Job erfüllt werden. Ich fragte also was denn eine ideale nächste Stelle für den Kandidaten wäre. Dieser teilte mir dann mit, dass er gerne mittelfristig in eine Führungsposition aufsteigen möchte. Soweit so gut. Ich unterstütze dies auch, wenn die Grundvoraussetzungen gegeben sind. Diese waren in diesem Fall grundsätzlich vorhanden.

Allerdings kenne ich auch meinen Kunden sehr gut, weil ich schon viele Jahre mit ihm arbeite. So könnte ich also keinen Mitarbeiter integrieren, wenn dieser schon in Kürze seine Weiterbildung beginnen und die Führungsposition anstreben möchte. Bei der vorgesehenen Stelle braucht man schon einige Jahre bis man erfolgreich tätig sein kann. Wenn man einen Führungsanspruch hat, dann wird man sehr schnell frustriert werden und den Job quittieren.

Das hört sich nun vielleicht nicht so toll an, aber es ist irgendwie auch konsequent. Wenn ich damit leben kann, dann hat man eine wunderbare Arbeit mit viel Spielraum und Entfaltungsmöglichkeit.

Warum sind Sie denn so frustriert?

Aktuell ist der Stellensuchende auf Arbeitssuche und erhält wohl sehr viele Absagen. Nun kommt ein Recruiter wie ich und klärt bereits im ersten Interview, dass die Stelle wohl nichts ist und schon wieder kommt ein negativer Bescheid. Das kränkt natürlich und ist auch im ersten Moment nicht so schnell zu verstehen.

Man will ja nur eine Stelle haben und sich beweisen können. Es geht aus meiner Sicht jedoch mehr als nur um eine Stelle. Es geht auch darum, dass man seine Karriere gut und mit Freude entwickelt. Darüber habe ich auch schon oft gesprochen und kann auch in meinem Buch gerne nachgelesen werden.

Später bereut man schnelle und unüberlegte Entscheidungen.

Ich finde es grossartig, wenn man ambitioniert ist und etwas erreichen will. Das versteht sich von selbst und ich unterstütze das immer gerne. Die persönliche Entwicklung sollte jedoch im Einklang mit dem Unternehmen möglich sein. So ist auch ein Umfeld wichtig, wo man die Weiterbildungsgelüste schätzt und sich Chancen eröffnen können.

Ich frage in meinen Interviews die Kandidaten, warum sie denn damals die Entscheidung über den Eintritt ins Unternehmen getroffen haben und bereits nach kurzer Zeit wieder gegangen sind. Meistens fühlten sie sich fast gezwungen einen Job anzunehmen und erkannten dann erst später, dass es wohl ein Schnellschuss war. Das hilft dann auch nicht, um einen gut nachvollziehbaren CV zu präsentieren.

Mein Tipp:

Auch wenn der Recruiter sehr klar auf den Punkt kommt und einem eine Absage erteilt, sollte man höflich und respektvoll bleiben. Ich empfehle hier einfach freundlich nachzufragen und um Tipps zu bitten. Ich bin sicher, dass die Person bereit ist dir einige Hinweise für deine Karriere zu geben.

Nun bin ich schon sehr gespannt auf deine Rückmeldung. Welche Erfahrungen hast du gemacht und hast du zu diesem Gedanken noch etwas zu ergänzen? Siehst du es vielleicht ganz anders? Auch das wäre für mich sehr interessant. Melde dich gerne bei mir und unter berufspodcast.com/termin findest du sicher passende Telefontermine.

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Also bis bald. Dein Christoph

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