066 – Leiterin redERP bei redIT Dynamics ZG AG: Sandra Steinemann

Sandra Steinmann ist heute als Leiterin redERP bei der redIT Dynamics ZG AG tätig. Sie hat hier genau den Spielraum den sie für ihren und den Erfolg des Unternehmens benötigt. Wer Sandra kennt, weiss, dass sie unheimlich viel bewegt und immer eine nachhaltige und wertvolle Arbeit leistet.

CV-Überschrift

Geht nicht gib’s nicht.

Internetressourcen und Programme

redERP von redIT, LinkedIn

Buchempfehlung

  

Kontakt zu Sandra Steinemann

Xing, LinkedIn, redERP

  • Bevor wir nun genauer auf deinen Beruf eingehen, möchte ich noch wissen wie du zu diesem Job gekommen bist.
    • Was hast du ursprünglich gelernt?

Ich habe die klassische kaufmännische Berufslehre abgeschlossen. Obwohl ich als Teenager sicher war, nie im Büro arbeiten zu wollen.

  • Über welche Stationen bist du zu diesem Job gekommen?

Nach meiner Lehre bei der Stadtverwaltung in Frauenfeld habe ich knapp ein Jahr in der Abonnentenverwaltung bei der damaligen Thurgauer Zeitung gearbeitet. Der Bereich gehörte damals in die so genannte Abteilung EDV & Organisation.  Innerhalb dieser Abteilung wurden interne IT Hard- und Softwareprojekte umgesetzt. Als dort nach knapp einem Jahr eine Stelle frei wurde habe ich die Chance genutzt und IT Projekte mit umgesetzt und auch den internen Anwendersupport unterstützt. – Da habe ich zum ersten Mal gespürt, dass mich IT Projekte interessieren und ich auch gerne Anwender unterstütze und berate.

Die Erkenntnis hat mich dann zur pebe AG in Frauenfeld geführt. Dort war ich zehn Jahre lang tätig. Ich habe angefangen mit Hotline, Software-Installationen bei Kunden vor Ort um danach grössere Softwareprojekte mit umzusetzen. Z.B. für die kantonale Steuerverwaltung Thurgau, Zürich aber auch Graubünden. Wir haben die Software erstellt mit welcher heute immer mehr Bürger und Bürgerinnen ihre Steuererklärung ausfüllen– Es war eine grandiose Zeit. Immer mit Kunden in Kontakt, in der Schweiz unterwegs und tätig in einem wirklich super motivierten und kollegialen Team. – Während der Zeit wurde die pebe AG übrigens von der redIT aufgekauft – hier also kam ich automatisch zu meinen ersten redIT Jahren.

Nach zehn Jahren hat mich meine Neugier weitergetrieben. Ich wollte mal in einer Stadt wie Zürich arbeiten. Gesagt getan. Wieder für ein Software Unternehmen – immer zum Thema Steuern. – Bis zu meinem Wechsel zur KPMG als Steuerberaterin und zur UBS im Projekt der Abolition Tax (Abolition Tax = Steuerabkommen mit DE, UK und AT).

Sowohl die Zeit bei der KMPG und UBS hatten ihre schönen Seiten. Da wurde mir aber klar, dass ich in einem KMU arbeiten möchte. Weder das internationale spricht mich an noch das interne – ich nenne es mal politisieren. Ich bin eine Macherin und das kann ich wieder bei redIT Dynamics ausleben. Denn dahin bin ich zurückgekehrt. Und sehr glücklich damit! – Ich gehöre zu den privilegierten Menschen, welche am Montag oder nach den Ferien gerne zur Arbeit fahren. Und warum ist das so? Weil ich mich da einbringen kann, gefördert und gefordert werde, aber vor allem ein Wort ein Wort ist. Das schätze ich sehr.

  • Welche Weiterbildung war für dich persönlich sehr wertvoll, um den heutigen Job zu erledigen?

Einerseits natürlich die Ausbildung zur Wirtschaftsinformatikerin. Als ich bei redIT anfing IT-Software-Projekte umzusetzen benötigte ich dringend die Techniken und Standards dazu. Diese habe ich der Ausbildung gelernt. Innerhalb meiner facettenreichen und verschiedenen Tätigkeiten durfte ich verschiedenste fachliche Ausbildung mitnehmen.

Aber meine persönliche «Weiterbildung» ist und war immer das Leben und meine unglaubliche Neugier dazu.  Ich durfte Chancen nutzen und habe mich zu verschiedenen Fachthemen weiterbilden dürfen.

Ein Beispiel hierzu:

redERP – unserer Business-Software für KMU in der Cloud und im Mietmodell – haben wir vor ca. 4 Jahren auf den Markt gebracht. Mit der langjährigen Erfahrung unserer redIT Dynamics Mitarbeiter waren uns die Bedürfnisse unserer Kunden bekannt. Nur konnte sich ein kleineres Unternehmen – ich rede hier von Firmen mit 2 bis 40 Mitarbeitern – keine eigene Unternehmenssoftware leisten. Schon gar keine, welche auf ihre Branche abgestimmt ist und auf der Microsoft Technologie basiert. – Wir haben unsere redIT Branchenlösung darauf hin angepasst. Das heisst, der Kunde erhält eine standardisierte Software, welche mit einer monatlichen Miete von CHF 139.- seine gesamten Unternehmensprozesse abbildet. Er hat jederzeit den Überblick auf seine Liquidität und Planung. Und dies mit einer Einführungszeit von drei Monaten und einem persönlichen Ansprechpartner.

Intern bei redIT Dynamics gehört zu einer solchen Software-Einführung viel mehr. Unter anderem haben wir eine eigene Website dafür innert Kürze erstellt oder aber wir haben auch gelernt, dass der heutige «Suchende» sich verändert hat. – Zurück zu meiner Weiterbildung: welcher Content relevant für eine Website ist, oder was getan werden muss um im weiten Netz gefunden zu werden, habe ich bei der täglichen Arbeit gelernt. Es hört sich vieles so einfach an. Viele Technologien bringen auch Vereinfachungen, sind aber im Handling komplexer und müssen richtig angewandt werden.

  • Nun ein paar Fragen an die Leiterin redERP
    • Was begeistert dich an deinem heutigen Job?

Dass ich mein «wie» selbst bestimmen kann und ein Wort ein Wort ist. Ich darf eine Softwarelösung verkaufen – unsere redIT Branchenlösung – welche – wie man so schön sagt – einfach «verhebt».

Unser ERP hat keine Tücken oder Krankheiten. Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können. – Übrigens eine Philosophie, welche mir im Berufsleben nicht sehr oft begegnet ist. Zusätzlich steht ein starkes Team dahinter. Jahrelange Mitarbeiter mit hohem Fachwissen und hoher Motivation. So verkaufen ist ehrlich gesagt einfach: Was ich am Anfang verspreche wird nämlich tatsächlich eingehalten. Das wird mir auch bestätigt, denn nach der ERP-Einführung frage ich meine Kunden an, wie es gelaufen ist und ob ich zu viel versprochen habe. – Ganz ehrlich: wer nimmt schon gerne Kontakt auf, wenn verkauft wurde? Ich respektive wir! Ich muss keine Angst vor grossartigen Überraschungen haben.

  • Warum glaubst du, hat man sich genau für dich entschieden?

Einerseits kannte man mich bereits aus meiner ersten zehnjährigen Tätigkeit und andererseits glaube ich war ich einfach authentisch. Mit meinen beruflichen Erfahrungen habe ich gezeigt, dass ich mich auf verschiedene Rollen und Tätigkeiten einlassen kann und vor allem will. Und, dass ich Biss habe. Ich denke gerade in einem KMU muss man auch bereit seine Dinge zu erledigen, welche nicht im Stellenprofil stehen. Da packt jeder mit an um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Wer das mag, ist in einer Firma mit knapp 30 Angestellten richtig.

  • Mit welchen Themen warst du in den ersten Monaten im Job bereits konfrontiert?

Ich hatte so gut wie keine Ahnung was ein ERP so alles kann. Heute weiss ich, dass die gesamten Unternehmensprozesse abgebildet werden. Auch die Finanzbuchhaltung läuft so quasi zu 70% einfach mit. Hinzu kommt, dass wir uns auf vier Branchen spezialisiert haben: den Handel, projektorientierte Dienstleister, Service & Unterhalt, Produktion & Fertigung. – Wie mich ein Interessent aus der Produktionsbranche gefragt hat, wie wir die Serie- und Einzelfertigung abdecken oder ob die verlängerte Werkbank mit unserer Software abgedeckt ist habe ich so gut wie gar nichts verstanden.  Auch hier war und ist es ein «Learning on the job».

  • Nach welcher Zeit konntest du schon erste Erfolge feiern? Welche waren es?

Wir haben nach zwei Monaten der Einführung von redERP bereits den ersten Kunden gewinnen können. So nebenbei: dabei handelt es sich um einen Berater, welcher auf SAP Einführungen spezialisiert ist. Das war dann noch das Highlight am ersten gewonnen Kunden.

  • Wie stelle ich mir deinen typischen Arbeitstag vor?

Ich kontaktiere meine Interessenten und frage nach dem ERP-Evaluationsstatus nach. Erstelle mal eine Offerte – wobei ein Richtangebot heute auch schon innert 1 Minute von unserer Website automatisch bezogen werden kann. Kunde während der Einführungsphase kontaktiere ich und frage nach, ob meine Versprechungen eingehalten werden und wie zufrieden Sie mit der redERP Einführung sind.

Ich unterstütze den Leiter Verkauf /Marketing aber auch beim Organisieren von Veranstaltungen, welche wir ca. alle drei Monate durchführen. – Aber wir legen auch Wert auf unsere gemeinsame Pause! Denn hier wird der soziale Kontakt gelebt und wir tauschen uns über alltägliches aus oder besprechen kleiner Dinge gerade mal beim Sehen ohne ein Meeting zu planen.

  • Was zeichnet dich als Leiterin redERP besonders aus?

Ich glaube meine Fähigkeit, mich auf das Gegenüber einzulassen und auf Augenhöhe mitreden zu können. Ich habe wirklich gelernt zu zuhören, aber auch die richtigen Fragen zu stellen um meinen Kunden einen echten Mehrwert bieten zu können. Ich kann aber auch einfach nein sagen, wenn ich überzeugt davon bin, dass der Interessent mit unserer Lösung nicht bestens bedient ist.

  • Wie unterstützt dich dein Unternehmen dabei, damit du dein Potenzial entfalten und höchst erfolgreich sein kannst?

Indem sie mich nicht verbiegen wollen. Stärken werden gestärkt. Und wenn ich eine Weiterbildung machen möchte, dann ist man jederzeit offen dafür. – So habe ich mich auch kürzlich mit einem Kurs im Produktmanagement weitergebildet.

  • Was rätst du einem Menschen der sich für deine Stelle interessiert?

Du musst Menschen mögen, denn Du bist so ziemlich der erste Kontakt mi unserer Firma – die Visitenkarte. Sei Dir bewusst, dass in einem KMU jeder alles mal macht – für den Kunden oder um sich gegenseitig zu helfen (auch mal Kaffee bringen). Sei offen, ein ERP für unsere Branche zu lernen und sei Dir dabei bewusst, dass Du auch in fünf Jahren noch nicht weisst, welche Funktionen ein ERP alle abdeckt. Das heisst, Du wirst ziemlich oft merken, dass Du noch vieles nicht weisst. Hinzu kommt, dass wir uns gerade in einem Technologiewechsel befinden. Unser ERP basiert bis anhin auf Microsoft Dynamics NAV – neu kommt D365 Business Central. Eine völlig neue Technologie welche uns fordern wird – auch im Verkauf.

  • Nun ein paar Fragen an die Person Sandra Steinemann
    • Kannst du jeden Tag das machen was du am besten kannst?

Grössenteils ja!

  • Was glaubst du warum du auf diesem Planeten bist? Wie würdest du deine Berufung beschreiben?
    Da ich bei Deiner Partnerin Daniela Maiwald vor Jahren eine psychologische Handanalyse erstellt habe kenne ich meine Berufung resp. kann sie in einem Wort benennen. Ich bin die so genannten «Heimatgeberin». – Wie mir Daniela das vor Jahren gesagt hat ist mir zuerst der Gedanke durch den Kopf: Stimmt! Hätte ich die Möglichkeiten, würde ich sehr gerne einen täglichen Mittagstisch für Kinder machen. Mich bewegt sehr, dass es Kinder gibt, auf die kein warmes Mittagessen nach dem Kindergarten oder der Schule wartet. Wo das «Ritual» Mittagessen, sich austauschen nicht gelebt wird oder werden kann. Gerne würde ich solchen Kindern einen warmen, gesund genährten Bauch geben, aber auch Wärme in Form von Geborgenheit für ein paar wenige Stunden. Damit sie gekräftigt den zweiten halben Tag bewältigen können.

Zurück aber zu meiner Berufung. Ich lebe das täglich in meinem Job aus. Ich darf beraten und zu hören. Interessenten nehmen Kontakt auf, da sie ein Problem gelöst haben müssen. Sie haben z.B. keinen schnellen Einblick in die Finanzen, wissen nicht genau, wie der Artikelbestand ist oder stellen fest, dass einfach Ihre Geschäftsprozesse ineffizient sind. Da kann ich mit dem Erstkontakt helfen und Weichen für eine Zusammenarbeit stellen. – Es kann aber auch durchaus sein, dass gewisse Interessenten völlig falsch bei mir und wir ihre Bedürfnisse nicht abdecken können – das kann ich klar und ehrlich kommunizieren. Etwas, was immer sehr geschätzt wird. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich unseren Kunden Geborgenheit gebe wie im Beispiel bei den Kindern. Aber ich kann unseren Kunden gewisse Probleme abnehmen und wir lösen diese mit unserem ERP und unserem starken Team.

  • Was willst du in den nächsten Jahren noch bewegen?

Ich wünsche mir weiterhin, Menschen beraten und helfen zu können. Und dies in der schnelllebigen Zeit der neuesten Technologien. Ich möchte mich gerne mit der jüngeren Generation austauschen. Sie tun sich viel leichter mit all den Technologien die da kommen – ich aber habe eine längere Berufserfahrung und kann sie bei dem Teil unterstützen, welcher nicht mit einer Software gehandhabt werden kann. Diese Altersdurchmischung finde ich wichtiger denn je und ich möchte ein Teil davon sein.

 

  • Was würdest der 20-jährigen Sandra aus heutiger Sicht mit auf den Weg geben wollen?

Gehe Deinen Weg und übernehme dafür aber auch klar die Verantwortung. Lass Dich nicht beirren aber hole auch mal Rat ein. Emotionen sollen seinen Platz haben, aber rein emotionale Gespräche bringen nichts. Das musste auch ich lernen. Gehe respektvoll mit Deinem Gegenüber um und bleibe sachlich wie fachlich.

 

Bleibe offen für neues und sei bereit und neugierig um immer wieder neues zu lernen; on-the-job und mittels Weiterbildungen.

Ganz wichtig: Schaue Dir Deine Mitmenschen gut an, welche 180 Grad anders sind als Du. Von Ihnen kannst Du aus meiner Sicht am Meisten lernen.

Bleibe Dir und Deinen Werten treu!

  • Welches Programm oder Internetressource hilft dir heute deine Arbeit optimal zu gestalten?
    Selbstverständlich natürlich unser eigenes ERP – welches wir als Anbieter genauso nutzen wie unsere Kunden. Darin habe ich alle Informationen zu meinen Interessenten und Kunden. Weiss wo der Evaluierungsprozess steht, kann meine Aufgaben terminieren und Offerten wie Auftragsbestätigungen erstellen.

Ich bin aber auch gerade sehr mit LinkedIn beschäftigt. Wir wissen heute, dass unsere Interessenten sich im Internet informieren und erst dann Kontakt aufnehmen, wenn Sie bereits bei 70% ihrer Entscheidung stehen. Das heisst, je mehr gehaltvolle Informationen wir über unsere Website und die sozialen Medien geben können, umso mehr gelangen wir in den Fokus bei den «digital Suchenden».

  • Welches Buch bzw. Hörbuch hat dich begeistert und kannst du hier gut empfehlen?
    Die wahre Geschichte von McDonald’s – Erzählt von Gründer Ray Kroc

Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne

  • Vielen Dank für die vielen inspirierenden Gedanken die du mit unseren Hörern geteilt hast. Sag mir noch bitte zum Schluss wie man Kontakt zu dir / euch herstellen kann.

Via unsere Website redERP.ch oder über LinkedIn.

  • Danke für das Gespräch.

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